Filmplakat Harry Potter und der Feuerkelch
6,5/10

„Ich steh' drauf, wenn sie an mir vorbeigehen ...“ (Harry Potter und der Feuerkelch, 2005)


Harry Potter und der Feuerkelch

Besprechung

Von Alpträumen geplagt beginnt Harrys (Daniel Radcliffe) vierter Sommer in Hogwarts. Immer wieder sieht er in seinen Träumen Voldemort (Ralph Fiennes), der mit seinen Verbündeten Pläne schmiedet. Doch allerlei Abenteuer lenken unseren Helden und seine kleinen Freunde Hermine (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) von solch nächtlichen Leiden ab. Ab Anfang stehen die Quidditsch-Weltmeisterschaften, zu denen Papa Weasley einlädt. Doch es kommt zu einer kleinen Katastrophe.

Voldemorts böse Spießgesellen mischen die Veranstaltung auf und nur mit Not gelingt den Protagonisten die Flucht. Auf Hogwarts bereitet man sich derweil auf das Trimagische Turnier vor, bei dem Vertreter dreier Zauberschulen gegeneinander antreten und den Besten auszaubern. Zur allgemeinen Überraschung gibt es diesmal nicht drei TeilnehmerInnen, die der Feuerkelch auswählt, sondern vier. Obgleich viel zu jung, wird auch Harry Potter ausgewählt, seinen Zauberer zu stehen.

Doch vor den Sieg – es bezweifelt doch kein Mensch ernsthaft, dass Harry gewinnt, oder? – hat Ms. Rowling die holde Weiblichkeit gesetzt. Unser Harry verliebt sich in die asiatische Schönheit Cho Chang (Katie Leung) und quält sich mit einer Einladung zum Ball teilweise länger als mit mancher magischen Aufgabe.

Während Potter noch hadert, verzweifelt Hermine am Eisklotz Ron, der mal wieder nix mitbekommt. Sehr zum Vergnügen seiner älteren Brüder, die wertvolle Erziehungshilfe leisten.

Meinung von

Ich weiß, viele werden mich kreuzigen – aber Harry Potter ist und bleibt ein Kinderfilm. Na meinetwegen auch ein Film für Jugendliche. Aber die Handlung ist mir dann doch zu durchschaubar und auch viel zu pubertär. Mögen sich 14-Jährige auch für die Sorgen Harrys interessieren, lassen mich diese Irrungen und Wirrungen doch eher kalt.

Mir fehlt auch die Spannung. Selbst wenn man sehen würde, dass ein überirdisch großer Fels auf Harry hinabfällt und er gleichzeitig gefesselt und bewusstlos auf dem Boden liegt – er wird überleben. Gibt es einen Wettbewerb oder ein Turnier, an dem er teilnimmt – er wird gewinnen. Gähn. Im übrigen finde ich, dass Daniel Radcliffe einer der schlechtesten Schauspieler der letzten Jahre ist. Eine Entwicklung ist nicht erkennbar, immer noch gibt es nur zwei Gemütszustände: ängstlich oder freudig. Also möge er doch endlich aus der Rolle herauswachsen!

Aber es gibt auch Positives: Emma Watson und Rupert Grint sowie James und Oliver Phelps als ältere Weasley-Brüder spielen Daniel Radcliffe locker an die Wand. Es macht Spaß sie an- und ihnen zuzuschauen und auch die schauspielerische Leistung wird immer besser. Sonderlob – wie immer – für Alan-"Ich hab den bösen Blick"-Rickman — I love you, man!

Schließlich: Die Special Effects sind ganz solide, wenn auch nicht besonders aufregend. Für Fans ein Muss – für alle anderen ein langer Film für kalte Tage.

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