Filmplakat Gremlins – Kleine Monster
5,5/10

„Sie sehen sich Schneewittchen an. Und es gefällt ihnen.“ (Gremlins – Kleine Monster, 1984)


Gremlins – Kleine Monster

Besprechung

Kingston Falls ist ein kleines Kaff. Billy Peltzer (Zach Galligan) arbeitet in der Bank und ist quasi der Alleinversorger der Familie. Sein Vater Randall (Hoyt Axton) ist Erfinder mit mäßigem Erfolg.

Dieses Weihnachten hat Randall aber für seinen Sohn ein besonderes Geschenk. Bei einem kauzigen Chinesen (Keye Luke) in Chinatown hat er einen kleinen, knuddeligen Mogwai gefunden. Der alte Chinese will nicht verkaufen, aber sein Enkel (John Louie) verhökert das seltsame, singende Tier dennoch. Dabei gibt er Randall drei Regeln mit auf den Weg: Der Mogwai mag kein grelles Licht, er darf nicht dem Wasser ausgesetzt werden und niemals, auf gar keinen Fall nach Mitternacht füttern!

Billy macht natürlich alles falsch. Zuerst vermehrt sich der kleine Gizmo, wie Billy das Fellknäuel mit den großen Augen genannt hat, nachdem er mit Wasser in Berührung gekommen ist. Gizmo ist über die fünf neuen Mogwais nicht sonderlich froh. Irgendwie sind diese Kopien von Gizmo anders drauf.

Das wird um einiges schlimmer, als sie versehentlich nach Mitternacht gefüttert werden. Oder war es gar kein Versehen? Was dabei rauskommt, ist jedenfalls nicht gut für Kingston Falls …

Meinung von

Einer dieser Filme, die man als kleiner Junge großartig und irrsinnig witzig fand. Okay, ich fand die Gremlins; also die kleinen Monster, die aus Gizmo werden, auch ziemlich gruselig. Aber dennoch: Amüsiert hat man sich königlich.

Die Vorgeschichte baut sich ziemlich lange auf, man bekommt einiges von der Familie Peltzer mit und auch von Kate Beringer (Phoebe Cates), in die Billy verliebt ist und die eine starke Abneigung gegenüber Weihnachten hat. Die Gremlins kommen eigentlich erst recht spät auf die Leinwand.

Die Geschichte, wieso Kate Weihnachten nicht mag, ist etwas grausam, wie ich aus heutiger Sicht finde. Auch ihr Spruch, wonach manche Leute sich die Pulsadern öffnen, während alle anderen Weihnachtsgeschenke aufmachen - ist etwas düster. Aber es werden auch Gremlins auf teils drastische Art und Weise unschädlich gemacht. Wenn ich es mir recht überlege, denke ich, ich habe den Film nicht in seinem Erscheinungsjahr gesehen ...

Interessant: Der erste Gremlins ist aggressiv, bissig und gefährlich. Als dann hunderte von den kleinen Biestern erscheinen, sind sie im Grunde nur noch albern. In der Bar finden wir Gremlins in jeder erdenklichen stereotypischen Klamauk-Art vor. Sei es der Kettenraucher, der Exhibitionist oder der coole 30er-Jahre-Gremlin.

Der Spuk ist dann am Ende auch relativ schnell durch. Kino in die Luft gesprengt, Kampf gegen den Anführer, fertig.

Auch wenn die Gremlins gruselig ausschauen, wirkliche Monster sind sie ja eher nicht. Dann schon Biester oder Plagegeister.

Da Steven Spielberg der Produzent war, sieht man in der Spielzeugabteilung des Kaufhauses, in dem der finale Kampf stattfindet, auch einen Plüsch-E.T. im Regal. Nettes Productplacement in eigener Sache, Herr Spielberg. Aber auch das ausführende Studio Warner Brothers schmeißt alle seine Cartoon-Helden als Plüschtiere ins Rennen.

Gremlins ist aus dem Jahre 1984 und somit ein Film, den man lieber in seinen Kindheitserinnerungen behalten sollte, wie er damals war. Aus heutiger Sicht ins der Film natürlich ziemlich lahm, daher auch die eher nüchterne Bewertung. Aber - hey - in 1984 habe ich noch keine Filmkritiken fürs Internet geschrieben …

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