Filmplakat Grand Canyon
8/10

„Den Fünfundzwanzigsten werde ich wohl nicht mehr erleben ...“ (Grand Canyon, 1991)


Grand Canyon

Besprechung

Ein dummer Zufall und schon ist Mack (Kevin Kline) falsch abgebogen. Sein Wagen bleibt in einer äußerst miesen Gegend liegen. Einige “nette” Jungs mit Knarren kommen an, wollen ihn ausrauben oder noch böseres. Da kommt Simon (Danny Glover) vorbei, der Mann vom Abschleppdienst, und rettet Mack das Leben. In zweifacher Weise …

L.A., so sagen alle in dem Film, ist eine Scheiss-Stadt. Überall Verbrechen und Gewalt. Doch die Hauptpersonen von Grand Canyon finden aus diesem Sumpf der Verzweiflung über die Missstände heraus. Im Grunde nur durch dumme, kleine Zufälle. Aber so kann das Leben nun einmal sein… – …auch das mit dem falschen Abbiegen.

Meinung von

Ein ruhiger Film. Grand Canyon hat viele ruhige, lange Einstellungen, die nachdenklich stimmen. Es werden die Schicksale von fünf Leuten aus L.A. beschrieben, die teils über Zufälle miteinander verbunden sind. Es wird in ruhigen Tönen über die Gewalt in der Stadt und der Welt geredet. Jeder hat etwas verloren und findet im Film etwas dafür.

Der Gewaltfilm-Regisseur Davis (Steve Martin in einer äußerst ungewöhnlich ruhigen und ernsten Rolle) sagt im Film zu seinem Freund Mack: Ist schon erstaunlich, was wir heute für Glück halten. — Jeder hat seine eigene Vorstellung von Glück, und das kann durch Zufall oder Schicksal eintreffen. *hmm* Bisschen arg nachdenklich, gell? Deshalb zum Abschluss noch mein Lieblingszitat aus dem Film: Das ist ein Teil von deinem Problem. Du hast zuwenig Filme gesehen. Alle Rätsel des Lebens werden da gelöst! — sagte der Mann, der Gewaltfilme produziert. Amen.

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