Filmplakat Ghost World
7,5/10

„Ich bin stoned vom Leben.“ (Ghost World, 2001)


Ghost World

Besprechung

Schule ist aus! Da sind wir doch alle schon einmal gelandet. Oder werden es (je nach Baujahr …). Dies Schicksal ereilt auch die beiden Aussenseiter-Bräute Enid (Thora Birch) und Rebecca (Scarlett Johansson). Während alle anderen Schüler überlegen, auf welches College sie gehen wollen, sperren sich unsere beiden “Heldinnen” gegen solch spießige Gedanken. Ausziehen. Das steht auf dem Plan. Und natürlich weiterhin Zynismus und Sarkasmus unters Volk bringen …

Die beiden Mädels machen sich den Spaß und antworten auf eine Kontaktanzeige eines wohl äußerst armen Gesellen. Was da ankommt und aus der Ferne beobachtet wird ist ein Trauerspiel. Enid und Rebecca folgen dem Mann heimlich zu seiner Wohnung.

Enid ist magisch angezogen von diesem seltsamen und schrägen Typen, dem sie langsam näher kommt, nachdem sie ihm eine Blues-LP abgekauft hat. Sie trifft sich immer öfters mit Seymour (Steve Buscemi). Es entsteht eine sonderbare Freundschaft. Gleichzeitig wird die Freundschaft zwischen den beiden Mädels auf eine harte Probe gestellt.

Der Film handelt davon, was nach der Schule kommt. Wie soll man sein Leben leben, ordnen, in den Griff bekommen? Die Zeit des Unangepasst-Seins ist vorbei …

Meinung von

Ein äußerst beeindruckender Film, der nicht so krachig daher kommt, wie so mache Teenie-After-School-Filme. Dieser Film ist sehr erwachsen. Die Darsteller, vor allem Thora Birch, sind es ebenfalls.

Dem durchaus ernsten Thema der Orientierung nach der Schule wird dennoch mit Humor begegnet. Eine seltsame Mischung aus Komödie und Sozial-Film. Das Ende ist dann zudem melancholisch und hinterlässt einen Kloß im Hals ... — Dieser wird aber im Abspann wieder gelöst. Ich musste aus dem Kino raus, weil ich nur noch gelacht habe.

Ich habe zwar den Comic nicht gelesen, auf den der Streifen basiert, aber er soll wohl doch anders sein als der Film. Die Stärke des Comics sollen die beeindruckenden Gespräche der Mädels zum Thema Sex sein. Darüber wird kaum im Film gesprochen. Okay, Rebecca lässt ständig nebenbei die Äußerung fallen, dass sie mit diesem oder jenem Typen ins Bett will. Mehr ist aber nicht vorhanden.

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