Filmplakat Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall
8/10

„Oh verdammt, ich tue’s. Ich wiederhole den verdammten Computer.“ (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, 1999)


Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall

Besprechung

Das Leben eines Kultserien-Stars muss grausam sein, wenn die Serie abgesetzt ist. So geschehen bei der SciFi-Serie um das NSEA-Raumschiff “Protector” (muss jeden an Star Trek erinnern). Die ehemalige Besatzung tingelt nun auf Conventions herum, zwängt sich immer wieder in die ollen Kostüme und Masken, macht immer noch die abgedroschenen Gesten und Grüße. Den Fans gefällt es, die Alt-Akteure könnten kotzen.

Der ehemalige Chef von der Crew, Jason Nesmith, alias Commander Peter Quincy Taggart (Tim Allan) ist ebenfalls extrem genervt. Da kommen schon wieder so komische Aliens auf ihn zugewatschelt und laden ihn auf ihr Raumschiff ein. Ja nee, ist klar … Jason denkt, dass das erneut ein Gag seiner Promotion-Firma ist. Also mal mitgegangen. Was der gute Mann jedoch nicht weiß: Das sind diesmal echte Aliens! Die ewig grinsenden Thermier, die den Commander Taggert um Hilfe gegen eine befeindete und böse, böse Spezies bitten. Siiiicher …

Schließlich kommt der Schauspieler doch noch drauf, dass die Begegnung real war. Endlich auf die alten Tage doch noch eine Aufgabe! Die Thermier haben übrigens das Fernsehsignal aufgefangen und “Protector” für eine geschichtliche Doku gehalten. Für die Aliens ist Commander Taggert real, tollkühn, gewagt und all sowas. Jason mobilisiert nun seine alte Crew. Die schlüpfen einmal mehr in ihre teilweise sehr enganliegenden Anzüge und schon geht es ab ins Weltall, in die unendlichen Tiefen …

Hier kann/muss jeder der Filmleutchen zeigen, was in ihm/ihr steckt.

Meinung von

Köstlich abgelacht! Damals war Star Trek nun einmal das Non-Plus-Ultra! Schön, mit der Zeit haben auch wir begriffen, dass man sich, wollte man überleben, möglichst in den Trupp um Captain Kirk begeben sollte. Aber damals ... Um so schöner, nun zu sehen, wie der Kindheitstraum von vorne bis hinten durch die Mangel genommen wird. Klasse! Und die Schauspieler sind blendend besetzt. Da haben wir den Komiker Tim Allan an vorderster Front. Dann der Quoten-Alien à la Spok: In diesem Fall ist das Dr.Lazarus (Alan Rickman), der eigentlich lieber Shakespeare spielen wollte. Und dann die bezaubernde Gwen DeMarco (Sigourney Weaver), die als Leutnant Tawny Madison die Kommunikation zwischen Crew und Bordcomputer aufrechterhielt.

Alan Rickman ist wunderbar versnobt, wollte er doch - hat er doch sogar - Shakespeare gespielt. Und er nörgelt nur rum, schließlich muss er mit 'ner saublöden Maske rumlaufen. Und Mrs.Weaver ist exzellent besetzt. Die Frau, die wir als taffe Ripley aus Alien kennen, spielt hier das dumme Blondchen, das nur nach der Größe ihrer... naja... *äh*... inneren Werte bemessen wird. *räusper*

Ich habe mich herrlich amüsiert. Nette Idee, nette Tricks, gute Schauspieler. So macht Popcorn-Kino Spaß.

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