Filmplakat Final Destination
7,5/10

„Gott hat keine Angst vorm Sterben.“ (Final Destination, 2000)


Final Destination

Besprechung

Die 40-köpfige Französisch-Klasse will gerade an Bord des Flugzeugs gehen, da rastet Alex (Devon Sawa) aus. Er war kurz eingenickt und hat den Absturz des Flugzeugs gesehen. Er stürmt aus dem Flugzeug raus. Carter (Kerr Smith) ärgert sich über Alex dermaßen, dass er ihn angreift. Seine Freundin Terry (Amanda Detmer) greift ein und der arme Billy (Sean William Scott) kam nur zu spät ins Flugzeug. Nun müssen die Jugendlichen alle raus aus dem Flugzeug. Alex’ Kumpel Tod (Chad Donella) geht ebenfalls mit, um zu sehen, was mit seinem Freund los ist. Zusammen mit der Lehrerin Valerie Lewton (Kristen Cloke) und der ebenfalls aus dem Flugzeug ausgestiegenen Clear (Ali Larter) warten nun die jungen Leute auf den nächsten Flug. – Da explodiert das Flugzeug.

Fortan wird Alex als Freak angesehen, weil er den Absturz vorhergesehen hat. Seine Vorahnungen hören jedoch nicht auf. Er hat so ein ungutes Gefühl, dass irgendwas mit seinem Kumpel Tod passieren würde und findet ihn tatsächlich tot auf. Angeblich soll er Selbstmord begangen haben, woran Alex nicht glaubt.

Alex und Clear wollen noch einmal den Verstorbenen sehen und brechen in die Leichenhalle ein, wo sie den Leichenbestatter Bludworth (Tony Todd) antreffen. Der bringt Alex auf die Idee, dass der Tod, also Gevatter Tod, der Sensenmann, einen Plan hat. Und dieser Plan sah eigentlich vor, dass auch die sechs Überlebenden bei dem Flugzeugunglück ums Leben kommen sollten. Nun haben sie dem Gevatter aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allein, der Tod nimmt sich, was er für sein hält — siehe das erste Opfer.

Alex versucht den Plan des Todes herauszufinden und erneut zu stören. Doch was vorherbestimmt ist, lässt sich nur schwer abwenden. Der Tod holt sich einen nach dem anderen …

Meinung von

Och nö, schon wieder ein Teenager-Horrorfilm? In einer Zeit vor den heute üblichen Zombies, Viren und Psychopathen kam mit Final Destination ein Horrorfilm in die Kinos, der erfrischend anders ist. Hier gibt es kein Alien oder irgendeinen Gestörten, die die Reihen der Jungerwachsenen dezimiert. Es ist der Tod höchstpersönlich. Was soll man gegen den ausrichten? Ja, (fast) alle Protagonisten werden dahingemetzelt. Aber wenn der Gevatter selber alles daran setzt, Dich zu holen, dann hat das schon eine andere Qualität. Einen Mörder kann man dingfest machen, den kann man überlisten und selber ins Jenseits befördern – doch den Tod? Tja, der ist universell und lässt sich nicht ausschalten. Die Tode der Jugendlichen sind unvermeintlich.

Die Charaktere sind alle sympathisch – bis auf die, die es nicht sein sollen. Da ist klar Carter zu nennen. Niemand mag den Typen. Lustigerweise wurde das den Produzenten bei Testvorführungen auch bewusst. Die Zuschauer wollten diesen unsympathischen Patron dahingerafft sehen. Also wurde das Ende – u.a. – deswegen umgeschrieben. Was eine gute Entscheidung war.

Die beiden Hauptfiguren sind Alex und Clear. Zwischen den beiden Jungerwachsenen funkt es auch. Zum Glück wurde die Romanze zwischen den beiden rausgeschnitten. So bleibt der Spaß ungetrübt und man kann sich darauf freuen, wie wohl der nächste Todeskandidat dann doch noch ins Jenseits befördert wird. Die Art und Weise des Ablebens ist dann auch jeweils recht unangenehm. Das Strangulieren von Kumpel Tod ist noch der harmlosere Abgang. Man lässt sich gerne überraschen, schreit auf und schaut schnell weg. Aber irgendwie kann man doch nicht wegsehen.

Final Destination hat für einen Horrorfilm einen erfrischenden Ansatz gefunden. Alles wird flüssig erzählt, es gibt kein Fremdschämen. Somit ist jeder, der sich gerne gruselt oder während eines Films mit Hingabe seine Schuhbänder untersucht, sobald die Musik auf etwas Spannendes hindeutet, sehr gut geeignet. Zielgruppe dürften die Kinogänger von Scream gewesen sein.

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