Filmplakat Europa Report
6/10

„Verglichen mit den Entdeckungen, die wir noch machen können, was bedeutet da dein Leben?“ (Europa Report, 2013)


Europa Report

Besprechung

Die Menschen sind auf den Weg zum Jupiter-Mond Europa. Unter der vereisten Wasseroberfläche hat man Wasser entdeckt. Nun will man feststellen, ob es dort auch Leben gibt. Es wird die Mission Europa One gestartet. An Bord sind der Kapitän William Xu (Daniel Wu), die Pilotin Rosa Dasque (Anamaria Marinca), der Wissenschaftler Daniel Luxembourg (Christian Camargo), die Meeresbiologin Katja Petrovna (Karoline Wydra), ihr Bruder Andrei Blok (Michael Nyqvist) sowie der Mechaniker James Corrigan (Sharlto Copley). Ein halbes Jahr geht alles gut, dann bricht der Kontakt zur Europ One ab.

Was sich auf der Europa One abgespielt hat, wird in Rückblenden erzählt, die aus gesendetem Videomaterial zusammengeschustert wurden. Auf der Reise muss die Crew schon Verluste hinnehmen. Als man dann nur 100 Meter vom eigentlichen Landeplatz landet, bekommen die verbliebenen Astronauten richtig Probleme. Zudem behauptet Andrei, er habe ein Licht auf dem Mond gesehen, das sich bewegt habe. Außer ihm sah jedoch niemand das Licht.

Ist da etwas auf Europa, von dem die Menschen nichts wissen?

Meinung von

Diese Filme, die aus "authentischen Aufnahmen" zusammengeschnippelt werden, sind so ein Genre für sich. Eines, das ich nicht sonderlich mag. Es wird ständig in der Zeit hin- und hergesprungen. Außerdem soll Authentizität geschaffen werden, indem man verwackelte oder schiefe Handkamera zeigt. Naja.

Dennoch ist Europa Report recht ambitioniert aufgebaut. Die Figuren sind alle vernünftig gezeichnet. Sharlto Copley kennt man aus District 9 und Michael Nyqvist ist dem breiten Publikum wohl durch Verblendung bekannt geworden.

Wirkliche Spannung kommt nicht auf in Europa Report, es reicht aber, um am Ball zu bleiben. Immerhin will man doch wissen, ob es "irgendwo da draußen" nicht doch noch Leben gibt. Das Leuchten, das Andrei zuerst sieht, lenkt schon irgendwie die Neugierde auf sich. Sind das wirklich nur luminizierende Algen? Oder steckt mehr dahinter? Der Mond Europa weckt nicht das erste Mal im Film Aufmerksamkeit. Bereits in 2010 - Das Jahr, in dem wir Kotakt aufnehmen spielte der Jupitermond eine Rolle. Irgendwas scheint der Klumpen Eis an sich zu haben. Vielleicht sollten wir wirklich mal hinfliegen ...

Gegen die schauspielerische Leistung der Mannschaft kann man nicht viel sagen, die Optik des Films ist ambitioniert und ansehnlich. Die Story ist allerdings etwas mager. So bleibt Europa Report eine verglichen kostengünstige Indy-Produktion, die man sich mal anschauen kann. Lediglich das Ende hinterlässt einen schalen Geschmack. Das als Warnung.

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