Filmplakat Die Muppets
8/10

„That's an idiom you idiot.“ (Die Muppets, 2011)


Die Muppets

Besprechung

Die beiden Brüder Gary (Jason Segel) und Walter (Peter Linz) wohnen in Smalltown. Als Gary mit seiner Freundin Mary (Amy Adams) nach L.A. fahren will, um das Zehnjährige zu feiern, kommt auch Walter mit. Walter ist … eine Puppe. Irgendwann in seiner Jugend sah er die Muppets im Fernsehen und ab da waren sie seine Helden. Gary bietet an, die Muppets-Studios zu besichtigen.

In L.A. angekommen, muss das Trio feststellen, dass die Studios verlassen sind. Keine Muppets mehr da, nur ein griesgrämiger Tour-Guide (Alan Arkin).

Walter erfährt, dass der reiche Tex Richman (Chris Cooper) die Muppets-Studios aufkaufen will. Ein Museum soll daraus werden — offiziell. Doch Walter kann mithören, dass Richman vorhat, die Studios abzureißen und nach Öl zu bohren. Es sei denn … die Muppets können 10 Millionen Dollar aufbringen.

Walter wird bei Kermit (Steve Whitmire) vorstellig und versucht ihn zu überreden, die alte Truppe wieder zusammenzukommen. Nur eine Show kann die Studios retten.

Also machen sich Kermit, Walter, Gary und Mary auf den Weg, um den Rest der Muppets zu einem letzten Gig zu überreden.

Meinung von

Schön gemachter Film mit den Helden früherer Tage. Als ich einige Tage vorher fragte, warum Die Muppets im Streit's (†) in der Kindervorstellung — also nachmittags — läuft, meinte die gute Dame an der Kasse, das sei ja eigentlich kein Kinderfilm.

Stimmt. Zwar waren in der Nachmittagsvorstellung, die wir mitnahmen, auch einige Kinder, aber gelacht haben die Erwachsenen. Laut. Das ist der typische Muppets-Humor: man sieht etwas, aber das ist dann doch nicht so gemeint. Es gibt viele Szenen, die von Übertreibungen nur so strotzen, doch in den meisten Fällen wird wieder alles zurückgenommen.

Das Einzige, worauf man sich einlassen muss, das in der heutigen Zeit einfach seltsam anmutet, das ist das Gesinge. Gesang war jedoch immer Teil der Muppets-Show. Doch auch hier nehmen sich die Muppets selber auf die Schippe. Es gibt eine Szene, wo Mary zu Gary sagt, er solle zurück nach L.A. fahren, woraufhin er meint, dass er ihr ein Versprechen gegeben habe — und nebenbei erwähnt, hat er dazu auch schon ein ganzes Lied zum Besten gegeben …

Die Muppets ist ein bisschen Roadmovie, enthält eine Prise Liebesbeziehung, hat einen Bösewicht, Anspielungen an die 80er — also der Hochzeit der Muppets — und macht ganz viel Spaß. Nebenbei handelt der Film noch vom Erwachsenwerden.

Schreiber Jason Segel und Nicholas Stoller haben zusammen mit Regisseur James Bobin einen schönen Streifen hingelegt, der sehr viel an "die gute alte Zeit" erinnert. All unsere lieb gewonnenen Charaktere sind wieder da. Als "Gast" haben die Muppets Jack Black "gewinnen" können, doch überall im Film tauchen bekannte Gesichter auf, was jedes Mal ein "Hach!"-Moment ist.

Klar, wir können keinen tiefgründige Geschichte erwarten — wollen wir ja auch gar nicht. Die Muppets sind beste Unterhaltung für all die großen Kinder in uns. Wenn jüngere Generationen auch Gefallen daran finden und die vielen, lieben Figuren sich auch in ihre Herzen schleichen — um so besser!

Wir haben uns sehr gut amüsiert. Viele Witze können Jüngere gar nicht verstehen. Wer 103 Minuten gute Laune genießen möchte, dem seien Die Muppets ans Herz gelegt.

Übrigens: Als Miss Piggy das erste Mal wieder auftauchte, war aus vielen Mündern ein scharfes Pfeifen zu hören …

Es gab im Vorfeld ein Teaser-Plakat, das Gonzo, Fozzie, Kermit, Miss Piggy und das Tier zeigt, wie sie gehen. Alle mit Beinen. Da hatte ich schon Befürchtungen, wir würden viel CGI-Gedöns präsentiert bekommen. Haben wir nicht. Zum Glück ist Die Muppets ganz im alten Handpuppen-Stil. Zwar sieht man auch hin und wieder Beine, auch solche, auf denen gegangen wird, aber das ist dann eher Marionetten-Style, denn CGI. *puhh*

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