Filmplakat Die Bourne Verschwörung
5/10

„Ich bin in Italien! - Hier wird nichts richtig abgesperrt!“ (Die Bourne Verschwörung, 2004)


Die Bourne Verschwörung

Besprechung

Jason Bourne (Matt Damon) versteckt sich nach seiner Flucht vor dem CIA zusammen mit seiner Freundin Marie (Franka Potente) irgendwo in Indien. Jason wird geplagt von wiederkehrenden Albträumen, die Bruchstücke seiner ihm unbekannten Vergangenheit zeigen. Die Träume mal beiseite ist alles im grünen Bereich. Bis ein mysteriöser Mann auftaucht. Jason ist sofort alarmiert und flieht. Nicht schlecht geraten. Der Mann, ein Russe namens Kirill (Karl Urban), hat es auf den Ex-CIA-Agenten abgesehen. Schließlich ist Jason so angepisst, dass er beschließt über Neapel und München nach Berlin zu fliehen. Seine Träume haben irgendwas mit Berlin zu schaffen. Schließlich nimmt er an, das CIA würde ihn jagen.

Berlin ist ein gutes Stichwort: Bei einer geheimen CIA-Aktion werden zwei Agenten umgelegt und alles deutet auf Jason Bourne als Täter hin. Der war jedoch zum Zeitpunkt der Tat noch in Indien. Wie auch immer: Nach dieser Tat ist der CIA nun wirklich hinter Bourne her.

Ein Drei-Fronten-Krieg entsteht. Auf der einen Seite Bourne, der hinter dem CIA her ist, dann der Russe und schließlich die US-Bundesbehörde, die beide wiederum Bourne jagen. Auf der Seite des CIA spielt die forsche Agentin Pamela Landy (Joan Allen) eine wichtige Rolle, da sie richtig tief bohrt und alles über das Projekt wissen will, bei dem Jason aktiv war. Dies gefällt einigen Herrschaften in der Behörde nicht …

Durch viel List, Tricks und Übung kommt Jason langsam hinter das Geheimnis, warum auf einmal alle ihn lieber tot sehen wollen, als irgendwo im Palmenparadies. Schließlich führt die Verschwörung den guten Jason noch nach Moskau, wo es zum großen Show-Down kommt.

Meinung von

Ganz klar: Ich hatte mir echt mehr von dem Streifen erhofft. Der zweite Teil der Bourne-Saga aus der Feder von Robert Ludlund mag in schriftlicher Form gut sein — als Film kam er bei mir nicht an. Warum? Zu viele Längen und (ganz fetter Minuspunkt!!) die verwackelte Kamera! Mann, Leute, der Film hat 75 Mio Dollar gekostet. Da wird doch wohl noch etwas Geld für ein vernünftiges Stativ dabei gewesen sein? Ach so, ich vergaß, das soll ja authentisch wirken, so "voll-am-Leben". Wäre ich Epileptiker hätte ich mich wohl schon in der ersten viertel Stunde mehrfach übergeben. So blieben mir nur oft wirre Farbflecken auf der Leinwand. *schauder*

Neben den grausamen Wackelbildern gab es jedoch auch ein, zwei sehr gute Momente. Nämlich immer dann, wenn Jason Bourne loslegt und improvisiert, agiert, sein Agentenwissen anwendet oder Leute austrickst. Das bringt wieder echt Spaß. Trotzdem hatte ich während des Films leider zu viel Zeit über das neue CMS der MJs nachzudenken. Und wenn ich im Film an andere Dinge denke: Nicht gut!

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