Filmplakat Die Bourne Identität
6,5/10

„Ich bin jetzt auf meiner eigenen Seite.“ (Die Bourne Identität, 2002)


Die Bourne Identität

Besprechung

60 Kilometer vor der Küste von Marseille findet ein Fischkutter einen Mann im Mittelmeer treiben. Na schön, das ist ja schon nicht gerade alltäglich, dass in stürmischer Nacht ein Typ an einem vorbei schwappt … — Aber dieser Typ ist echt seltsam. Zwei Einschusslöcher zieren seinen Rücken und an der Hüfte befindet sich unter die Haut implantiert ein kleiner Laser, der ein Nummernkonto in der Schweiz zeigt, wenn man ihn anschaltet. *hmm* Zu allem Übel hat der Kerl, der da rausgefischt wurde, auch noch sein Gedächtnis verloren. Wer er ist? Keine Ahnung. Wie er heißt? Wo er herkommt? Fehlanzeige.

An Land macht er sich auf den Weg zu diesem Nummernkonto in der Schweiz. Der Mann klammert sich an dem einzigen Halm fest, der ihm Aufschluss geben könnte, wer er ist. In der Bank wird er nett aufgenommen, bekommt eine dieser netten Bank-Kassetten ausgehändigt und als er diese öffnet macht er große Augen. Viel, viel Geld, eine Waffe und diverse Pässe. Wir lernen Mr. Jason Bourne (Matt Damon) kennen. Grüzi mitanand!

Als Bourne aus der Bank kommt, wird er von der schweizerischen Polizei verfolgt, kann jedoch in die US-amerikanische Botschaft fliehen. Doch man ist vorgewarnt … Der CIA ist hinter Bourne hinterher und schon stellt sich so ‘ne Trantüte dem guten Bourne in den Weg. Zwei, drei geschickte Kampfeinlagen und schon sind zwei Wachen und die Tüte flach gelegt und entwaffnet. Wie macht der das nur? Tja, wenn Jason Bourne das mal wüßte. Er weiß nämlich nicht, wer hinter ihm her ist oder woher er all diesen Geheimdienst-Schlunz kann.

Raus aus der Bank und eine Komplizin gefunden. Bourne angelt sich die mittellose Marie Kreutz (Franka Potente), die ihn für 10K-Dollar nach Paris bringt.

Nun geht der Zauber richtig los. In seiner Wohnung, die er null kennt, wird er von einem Söldner des CIA angegriffen, kann sich allerdings erfolgreich verteidigen. Doch nun flieht er weiter vor der Polizei, dem CIA und dem Söldner. Schließlich ist da noch der ominöse Mr. Wombosi, der dem CIA mächtig einheizt und auch irgendwie mit Bourne in Verbindung steht. Aber wie?

Meinung von

Ja nett. Ich hatte mir — ehrlich gesagt — mehr von dem Film erhofft. Gast-Junkie Carsten erzählte noch nach einem super-genialen Threshold-Konzert, dass er den Film schon gesehen hätte und dieser mir bestimmt gefallen würde. Ich hatte meine Zweifel — schon wegen der Potente ... Zugegeben, einige Szene sind ganz spektakulär. Z.B. wenn Bourne einen toten Agenten als Schutzschild nimmt, aus dem vierten Stock ins Treppenhaus springt und dabei noch einen anderen Agenten erschießt. Muss man mal gesehen haben. Auch die große Verfolgungsszene in Paris hatte etwas. Ich bin zwar kein Fan von Verfolgungsjagden ...— Aber diese war "europäisch". Soll heißen: Nicht sooo wild und irgendwie "realistischer" als eine Verfolgung in den Staaten.

Angenehm war, dass die vorhersehbare Liebelei zwischen Damon und Potente nicht so sehr ausgewalzt wurde. Das wäre auch echt tötlich gewesen für den Film. — Habt ihr gewusst, dass es schon einmal eine Verfilmung von der Bourne Identität gab? 1988 spielte Richard Chamberlain den Agenten ohne Gedächtnis. Fand ich lustig, als ich das las ... Egal. Fazit: Am Kinotag anschauen oder warten, bis der Streifen ins Puschenkino kommt.

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