Filmplakat Der Herr der Ringe – Die zwei Türme
9/10

„Es ist ein wenig eng um die Brust.“ (Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002)


Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

Besprechung

OK, wo waren wir stehen geblieben? Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) machen sich nun mehr allein auf, den Ring nach Mordor zu bringen. Unterwegs überwältigen sie Gollum (Computer/ Andy Serkis), den Vorvorbesitzer des Ringes, der die Gruppe schon einige Zeit verfolgt hatte und nun mit Gewalt den Ring an sich bringen wollte. Gollum erweist sich als hilfreicher Wegweiser auf dem tückischen Weg.

Aragon (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys-Davies) versuchen derweil Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) aus den Klauen der Orks zu befreien. Doch diese haben Glück, entkommen und begegnem einem alten Bekannten.

Da sie die Freunde in Sicherheit wissen, beschließen Aragon, Legolas und Gimli dem wackeren König Theoden im Kampf gegen Saruman zu unterstützen. Der entscheidet aber, zunächst mit seinem Volk nach Helms Klamm zu ziehen, einer wackeren Festung, die seit Urzeiten nie eingenommen wurden. Naja, einmal ist immer das erste Mal …

Meinung von

Tja, bei der Vorbeschreibung dachte ich mir: Holla, diesmal gibts aber viel Hauerei. Ist aber nicht so – die Schlachtenszenen sind zwar üppig, aber gerade im Teil vor der Pause (nach ca. 90 Min.) ist sehr viel Ruhe angesagt – und Storykorrektur. Da ja nun mal Arwen (Liv Tyler) im Buch nicht die Liebste von Aragon ist, muss sie jetzt rausgeschrieben werden. Und wenn man schon dabei ist, kann man ja auch die neue (richtige) Flamme einführen: Willkommen zu Eowyn (Miranda Otto). Diese bittersüßlichen Szenen sind leider etwas lang geraten – zumal der Film sich ohne Not in diese Bedrängnis brachte.

Gern hätte ich noch mehr von der Helms Klamm-Schlacht gesehen, insbesondere vom Ende. Doch während dieser entscheidenden Momente philosophiert Sam darüber, ob sich die Hobbits später noch an ihre Abenteuer erinnern werden. Zur Untermalung seiner Worte sieht man zwar noch einige Schlachtimpressionen – aber diese Variante packte mich nicht wirklich, sehr schade.

Was ich nicht so schlimm fand (anders als die große "ich-habe-das-Buch-tausendmal-gelesen-und-ich-weiß-was-Tolkien-dachte"-Puristen-Meute) fand ich die Darstellung des Gollum und die Tatsache, dass das Buch umgeschrieben wurde, meistens ok. Das Medium Film hat andere Erfordernisse als das Medium Buch, wenn das Buch erst verfilmt werden dürfte, wenn alles haarklein stimmt, wäre die Länge pro Buch etwa 5 Stunden und keinen würde es mehr interessieren.

Insgesamt überwiegt das Positive: Die Landschaften und Effekte sind schon großartig – na ja und bekanntlich ist die Handlung spannend und dramatisch. Trotzdem – Die Gefährten ist noch einen Tick besser.

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