Filmplakat Das Haus auf dem Geisterhügel
5/10

„Do you remember the fun we had, when you poisoned me?“ (Das Haus auf dem Geisterhügel, 1959)


Das Haus auf dem Geisterhügel

Besprechung

Der äußerst reiche und ebenso exzentrische Millionär Frederick Loren (Vincent Price) lädt fünf Fremde in ein unheimliches Haus ein. In diesem Klotz wurden bereits sieben Menschen umgebracht. Das weiß der ebenfalls eingeladene Watson Pritchard (Elisha Cook) zu berichten. Einer der Toten, die nun in dem Haus auf dem Hügel spuken, ist sein Bruder.

Loren verspricht jedem der Besucher 10.000 Dollar, sollte er oder sie die Nacht überleben. Die Idee zu dieser unheimlichen Vorstellung hatte Lorens vierte Frau Annabelle (Carol Ohmart). Außerdem Teil der Partygesellschaft: der Testpilot Lance Schroeder (Richard Long), die Angestellte Nora Manning (Carolyn Craig), der Psychologe Dr. David Trent (Alan Marshal) sowie die Reporterin Ruth Bridgers (Julie Mitchum). Alle treibt die Gier nach Geld in das verfluchte Haus.

Nora fängt an, Geister zu sehen, abgetrennte Köpfe und schließlich gibt es das erste Opfer: Lorens Frau Annabelle hat sich selber erhängt. Hat sie wirklich? Nora und Lance sind davon nicht überzeugt und haben Frederick Loren in Verdacht.

Meinung von

Keine Ahnung, was an Vincent Price so faszinierend ist. Aber ich wollte den alten B-Movie-Horrorstreifen sehen. Zum Glück findet man den Film komplett auf YouTube. Kurz ist der Film. Gerade einmal 75 Minuten währt der Horror. Da bleibt nicht viel Zeit, um Charaktere auszuarbeiten. Aber das hätte der Film von Regisseur William Castle vermutlich auch mit mehr Laufzeit nicht geschafft. Das war nicht vorgesehen. Billiger Horror sollte geboten werden. Gleich zu Anfang rascheln die Ketten, wird geschrien, es ächzt und stöhnt.

Man wundert sich über die Tatsache, warum im Keller des Hauses eine Grube mit Säure ist. Die gruselige, schwebende Frau, die Nora im Keller gesehen hat, entpuppt sich später als die blinde Haushälterin. Wieso die schwebt, wird nie erklärt. Hier wird auf Effekte gesetzt, wobei diese aus heutiger Sicht keinen Hund hinterm Ofen hervorlockt, so lahm ist das alles.

Neben zwei abgetrennten Gummi-Köpfen und einer an einem Strick baumelnden Ehefrau passiert auch nicht so richtig viel in der ersten Stunde. Man quält sich nicht wirklich. Das habe ich in anderen Filmen schon erlebt. House on Haunted Hill ist nicht langweilig. Er ist einfach nur da. Es passiert nichts. Erst in der letzten Viertelstunde bekommt der Film eine überraschende und gute Wendung. Vergessen ist das ewige und stereotypische Gekreische von Carolyn Craigs Charakter Nora. Mann, die kreischt am laufenden Meter. Das machte man wohl damals so …

Es ist gut, dass ich Das Haus auf dem Geisterhügel einmal gesehen habe. Ein weiteres Mal muss nicht sein. Das ist ein Film für echte Hardcore-B-Movie-Horrorstreifen-Fans, schön in schwarz-weiß und mit hölzerner Schauspielkunst. Einfach mal anschauen. Wie gesagt: Das Ende konnte doch überraschen.

Alleine Vincent Price rettet dem Film Moviejunkie-Punkte. Schlicht, weil er so schön unheilschwanger und hinterhältig ist. Das zeigt sich vor allem in der Szene mit seiner Frau, wenn sie das erste Mal auftaucht und beide Charaktere sich angiften. Durchaus gut gespielt.

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