Filmplakat Das gibt Ärger
6/10

„Oh my god, I'm Yoko!“ (Das gibt Ärger, 2012)


Das gibt Ärger

Besprechung

Tuck (Tom Hardy) und FDR Foster (Chris Pine) sind knallharte CIA-Agenten und beste Freunde. Tuck, der von seiner Frau Katie (Abigail Spencer) getrennt lebt, ist zurückhaltender und emotionaler als FDR. Aber beide sind nun einmal Single. Der Job als CIA-Agent und das Undercover-Leben machen Beziehungen nicht gerade leicht.

Beide Männer bandeln mit der selben Frau an, Lauren (Reese Witherspoon). Den einen lernt sie über eine Dating-Seite kennen, den anderen in einer Videothek. Als Tuck und FDR herausfinden, dass beide Interesse an Lauren haben, wird ein Gentlemen-Agreement vereinbart. Man buhlt um die Gunst der entscheidungsunfähigen Blonden. Wenn sie sich für einen Mann entscheidet — Zielpunkt: Sex — ist der Wettbewerb entschieden und der Verlierer gibt auf.

Als echte CIA-Agenten fahren Tuck und FDR schwere Geschütze auf und starten die volle Überwachung von Lauren, um sich so einen Vorteil gegenüber dem Kontrahenten zu verschaffen.

Neben dem “Fall der Herzen” müssen Tuck und FDR noch einen echten Fall lösen und den Verbrecher Heinrich (Til Schweiger) fassen.

Meinung von

Wer einen kurzweiligen Mix aus Action-Komödie und Buddy-Movie sehen möchte, der ist mit Das gibt Ärger gut bedient. Wie immer ist es eine Frau, die eine echte Männerfreundschaft zerstört. Reese Witherspoons Figur Lauren ist blond. Zwar hat sie einen verantwortungsvollen Job, der ihr Spaß macht, aber außer Job läuft bei ihr auch nichts. Bis Freundin Trish (Chelsea Handler) für sie bei einer Online-Datingseite ein Profil einstellt. Während Tuck gerne in einer Beziehung sein möchte, das Gefühl der Geborgenheit mit seiner Frau vermisst, ist Lauren für FDR zunächst nur eine Jagdbeute.

Wir ahnen schon, worauf das hinaus läuft ... Harter Kerl. Spiel. Ernst. Dass dabei eine Rivalität zwischen den beiden Jungs entsteht, ist verständlich und witzig. Da beide CIA-Agenten sind und all das coole Spielzeug samt Human-Ressourcen zur Verfügung haben, bekommen wir als Zuschauer natürlich eine Menge "Agenten-Kram" zu sehen. Beide Kontrahenten spielen mit unglaublich gezinkten Karten.

Die Nebenrolle von Til Schweiger hätte man sich sparen können. Eine Bedrohung — und damit Bereicherung für den Film — ist der Mann nicht. Er dient lediglich als billiger Aufhänger für den Showdown. Dann lieber ganz weg lassen.

Die ältere, verheiratete, ewig quasselnde Freundin Trish bringt von der weiblichen Seite her noch am meisten Spaß-Faktor in den Film. Oscar-Preisträgerin Witherspoon ist im Grunde nur "hilfesuchendes Püppchen", das ständig auf viel zu hohen Schuhen durch die Gegend stöckelt. By the way: Ich bin kein Freund von so hohen Schuhen ...

Das gibt Ärger ist geleckt, übertrieben und reines Popcorn-Kino, das man sich einmal anschauen kann. Ein zweites Mal wird schon schwierig. Den Film gab es als Sneak im Streit's (†). Zwei Wochen zuvor gab es bereits eine erweiterte, fast (gefühlte) zehn Minuten lange Vorschau auf den Film. Blöde, dass man dadurch ganze Passagen und Gags kannte. Beim zweiten Mal wirkt das schon nicht mehr so recht.

Einfach an einem vorbeiperlen lassen und lachen. Keinen Kopf drum machen. Das gibt Ärger schwankt ständig zwischen "hat Tempo" und "ist da jetzt Tempo, oder fehlt das". Klarer Favorit war, wenn man das Gejuchze der weiblichen Anwesenden im Saal so deuten darf, Tom Hardy. Ob's an seinem britischen Akzent lag?

Und hier ein Spoiler: Das Schöne an dem Film ist, dass er zeigt, dass auch die Film-Nerds eine Frau abbekommen können. ;-)

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