Filmplakat Couchgeflüster – Die erste therapeutische Liebeskomödie
4/10

„Vergiss Sätze, die anfangen mit ‘Meine Mum’.“ (Couchgeflüster – Die erste therapeutische Liebeskomödie, 2005)


Couchgeflüster – Die erste therapeutische Liebeskomödie

Besprechung

Frisch geschieden geht die nicht mehr ganz so junge Rafi Gardet (Uma Thurman) zu ihrer Psychologin Lisa Metzger (Meryl Streep). Lisa rädt ihrer Patientin die Vergangenheit hinter zu lassen und jetzt endlich zu leben. Dass Rafi den Wunsch nach einem Kind gerade jetzt nach der Scheidung verspürt — ganz verständlich.

Durch Zufall stolpert Rafi über den jungen David Bloomberg (Bryan Greenberg). David bekommt die aufregende Rafi nicht mehr aus dem Kopf und ruft sie dann doch noch an. Beim gemeinsamen Abendessen kommt man sich näher. Er ist 24, sie 37 — das kann nicht gut gehen, so denkt zumindest Rafi.

Als sie ihrer Psychologin davon erzählt, dass sie einen viel jüngeren Mann lieben würde, muntert diese Rafi auf. Er ist 27? Na und? Was sie nicht weiß: der junge Mann ist a) jünger als 27 und b) ihr eigener Sohn.

Meinung von

Nee. Das war nichts. Als ich neben uns einen Haufen junger Küken und hinter uns einen weiteren Haufen Mittfünfzigerinnen erblickte, war schon alles klar: Ein Frauenfilm. Hilfe. Die Idee ist nett, aber bis der Film in die Puschen kommt, vergeht viel zu viel Zeit. Und kaum ist die Katze aus dem Sack und Meryl Streep weiß, dass ihre Patientin mit ihrem eigenen Sohn ein Verhältnis hat, sollte es eigentlich so richtig spritzig losgehen. Doch Fehlanzeige. Schade. Neben einigen netten, aber nicht überragenden Witzchen, konnte Couchgeflüster nicht mit mehr trumpfen. Es gab Längen. Ich hatte zum Beispiel Zeit, während des Films zu lauschen, was die Musik aus dem Nebenkino (dort lief München) mir sagen wollte. Unter uns hörte ich auch Musik. Und würden wir es nach dem Kino noch rechtzeitig schaffen, dass ich mir Tee kaufen könnte? Solche Gedanken sollte man nicht im Kino haben. Aber wenn der Film langweilig ist ... — Thorsten erzählte, dass er im Kino mit seinen Gedanken ebenfalls abschweifte und überlegte, welchen Rasierwasser-Duft er in der Nase hatte.

Dann noch der Schluss: Was sollte der denn bitte? Überflüssig. Sehr viele überflüssige Szenen. Selbst wenn der Film im Abendprogramm irgendwo laufen sollte, würde ich nicht empfehlen, den Streifen anzuschauen.

Uma Thurman ist nett anzuschauen, konnte mich aber nicht vom Hocker hauen. Meryl Streep mag ich nicht. Einzig der noch unverbrauchte Bryan Greenberg spielte ganz nett.

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