Filmplakat Bordertown
4/10

„Mexikaner. Amerikaner. Das sind enge Begriffe. Die zählen hier nichts.“ (Bordertown, 2006)


Bordertown

Besprechung

Die Journalistin Lauren (Jennifer Lopez) schreibt für eine Chicagoer Zeitung. Sie will ganz groß rauskommen. Dafür muss sie aber noch einen letzten unangenehmen Auftrag annehmen. Ihr Chef (Martin Sheen) setzt sie auf eine Vergewaltigung an der mexikanischen Grenze an. Begeistert ist Lauren nicht davon.

In den Randgebieten der mexikanisch-amerikanischen Grenze stehen große Fabriken, die Luxusgüter für die Reichen produzieren. Die Arbeiterinnen schuften zu Hungerlöhnen in Schichten. Die 16-jährige Eva (Maya Zapata) ist so eine Arbeiterin. Auf dem Weg nach Hause wird sie entführt, vergewaltigt und verscharrt — wie schon so viele Mädchen vor ihr. Doch Eva überlebt.

Lauren lernt Eva kennen und geht der Vergewaltigungsserie zusammen mit ihrem Ex-Freund Diaz (Antonio Banderas), der Lokalredakteur in einer kleinen Zeitung ist, nach. Dabei stoßen beide auf kaum zu überwindende Hindernisse.

Meinung von

Ja, was soll ich sagen? Ich wollte einen anderen Film gesehen haben! Freiwillig wäre ich nicht in den Streifen gegangen. Aber nun waren wir gefangen und so schauten wir uns Bordertown auch bis zum Ende an. Einmal davon abgesehen, dass mir immer übel wird, wenn ich diesen ganzen Latino-Dreck sehe, war die Geschichte nicht einmal so übel. Banderas gefiel als Lokalschreiberling, der gegen eine korrupte Polizei kämpfen muss. Die Lopez war blass wie immer.

Na gut, so ganz blass war sie nicht. Man nahm ihr schon ab, dass sie den Mexiko-Job nur angenommen hat, um endlich innerhalb der Zeitung hoch zu kommen. Entsprechend kühl geht sie auch das heikle Thema an. Die Wandelung hin zur "Kämpferin der Rechtlosen" will hingegen nicht richtig gelingen. Ich habe es ihr einfach nicht abgenommen. Dafür war sie auch immer noch zu sehr gestylt.

Angenehm fand ich an dem Film — ja, ich finde auch Positives an dem Streifen —, dass neben der Vergewaltigungsserie auch eine gehörige Portion Politik und Kritik an selbiger eine wichtige Rolle spielt. Hinter den Machenschaften, die im Film aufgedeckt werden, steckt ganz viel Politik. Und die ist bekanntlich dreckig.

Schlusswort: Da stand die Lopez in einer Szene im Profil... — Meine Herren, hat die einen fetten Hintern. Wer findet denn das gut? Das Teil ist versichert? Verrückte Welt ...

hoch