Filmplakat Bad Company
5/10

„Nicht kupolieren, nur dinieren. Nicht kupolieren, nur dinieren...“ (Bad Company, 2002)


Bad Company

Besprechung

Der russische Mafiosi Adrik Vas (Peter Stormare) will eine Atombombe verkaufen, die sich verbaucherfreundlich in einem Koffer befindet. Der CIA-Agent Kevin Pope (Chris Rock) will das Gerät erwerben und die Welt vor einer neuen terroristischen Bedrohung bewahren. Doch bevor das Geschäft abgeschlossen wird Kevin erschossen.

Nun hat sein Kollege Gaylord Oaks (Anthony Hopkins) ein Problem, denn Vas will das Geschäft nur mit Pope machen. Da kommt es doch ganz gelegen, dass Pope einen Zwillingsbruder, Jake Hayes (immer noch Chris Rock), hat: Beide wurden kurz nach der Geburt getrennt und von verschiedenen Familien adoptiert. Mit viel Geld gelingt es Oaks den Bruder für die Vollendung des Auftrags zu gewinnen.

Das hört sich doch mal wieder vollkommen unoriginell an, oder? Stimmt auch, irgendwie hat man das schon tausendmal gesehen. Aber manchmal gelingt es einem guten Regisseur, daraus noch einen guten Film zu machen. Joel Schumacher ist aber kein guter Regisseur – der Film kann es daher auch nicht sein.

Anthony Hopkins hat große Filme gedreht und ich mag ihn wirklich, aber hier ist der Mann vollkommen unterfordert: Die Dialoge sind rar und meist zäh und im Wesentlichen muss er nur seinen mittlerweile schon recht üppigen Körper durch New York bzw. Prag schleppen. Chris Rock gibt den vorlauten Afroamerikaner, der in eine Sache reinrutscht, die er zunächst nicht überlegt, aber letztlich die Situation meistert und am Ende seine Liebste in die Arme schließen kann.

Gut der Film ist actionreich und den einen oder anderen frechen Spruch bekommt man auch zu hören. Doch insgesamt überwiegen die Längen und echte Überraschungen gibt es auch nicht. Ein echtes Stück Massenware, das teilweise lieblos dahin gedreht wurde. Den Charme von Showtime, wo ein ähnlich ungleiches Paar auftritt, erreicht Bad Company nie.

Meinung von

Wieder mal ein Film, den man sich auf RTL ansehen kann, wenn auf den anderen Sendern nur Volksmusik läuft. Aber Geld dafür ausgeben: Da kann ich nur herzlich abraten. Der Film ist nicht wirklich schlecht, aber einfach nur Massenware, austauschbar und beliebig. In zwei Wochen habe ich hoffentlich schon vergessen, dass ich ihn gesehen habe.

hoch