Filmplakat Austin Powers in Goldständer
8/10

„Hab' nicht mehr so gelacht, seit ich ein kleines Mädchen war...“ (Austin Powers in Goldständer, 2002)


Austin Powers in Goldständer

Besprechung

Austin Powers, der Geheimagent mit Sexappeal schlecht hin, er wirkt wieder. Nachdem Austin (Mike Myers) den bösen und durchtrieben Dr. Evil (Mike Myers) hinter Gittern gebracht hat, wird der Womanizer von der Queen zum Ritter geschlagen. Das Leben könnte so schön sein, Frauen, ein Ritters-Titel, noch mehr Frauen … — Aber die Stimmung wird getrübt: Austin freut sich wie Schnee, doch sein lieber Papa, seines Zeichens auch Top-Agent im Dienste ihrer Majestät, fehlt bei der Zeremonie. Schade …

Der gute Herr Papa, Nigel Powers (Michael Cain), ist nicht aufzufinden. Nur einer weiß bescheid … — Austin muss einen Deal mit dem miesen-fiesen Dr. Evil eingehen, der aus seinem Hochsicherheitsgefängnis raus will. Als Gegenleistung verrät Dr. Evil dem Geheimagenten, wo sich dessen Vater aufhält. Nigel ist mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1975 versetzt worden. Entführer: Johan “Goldständer” van der Smutt (Mike Myers). Dieser Goldjunge hockt also im Jahre 1975 in seinem Club 69 und fährt — wie es damals so Mode war — auf seinen goldenen Holland-Klocks-Rollschuhen durch die Disco.

Austin reist ins Jahr 1975 und findet auch gleich im Club 69 seine alte Gefährtin und CIA-Agentin Foxxy Cleopatra (Beyoncé Knowles), die sich in die Organisation von Goldständer eingeschmuggelt hat.

Noch ein Time-Warp gefällig? Gut, also: Goldständer flieht wieder ins Jahr 2002. Austin, sein Vater, der im Club gefangen gehalten wurde und Foxxy folgen dem Schurken. Goldständer arbeitet für den mittlerweise ausgebrochenen Dr. Evil. Dieser will mal wieder die Welt zerstören, es sei denn, die Welt überreicht im eine Fantastilzastilmultiquadrilmegaiarde. Doch da hat Dr. Evil die Rechnung ohne Austin und seine Verbündeten gemacht …

Meinung von

Also so ganz Unrecht hatte mein Nachbar nicht (s. Randnotiz), ist schon alles Schei... in dem Film. Dennoch habe ich mich königlich amüsiert. Man braucht für diesen Film a) die ersten zwei Austin Powers-Filme intus, b) wahlweise zwei Liter Wodka oder zwanzig Liter Selter intravenös, c) ein kindliches Gemüt, d) einen IQ von 69 oder einfach e) die Bereitschaft, sich einen Film voller Mega-Monster-Super-Übertreibungen anzuschauen. Austin Powers 3 lebt — wie die beiden ersten Teile auch — von Übertreibungen hoch 10, Anspielungen auf Sexualität und eine Prise Fäkalhumor. Und genau dieser letzte Punkt hat AP3 MJs gekostet ... Ich sagte doch schon öfters: Furzwitze sind nicht lustig!

Ich habe ein wenig den Charme der ersten beiden Teile vermisst. Das Flair der 60th, die wilden Frauengeschichten à la Austin-Powers ebenso. Die Filmmacher könnten gerne die Austin Powers-Reihe beim dritten Teil enden lassen. Alles andere wäre schädigend.

Was aber echt lustig war, das war der Anfang! Austin Powers in voller Aktion. Wilde Aktionen! Als er sich umdreht und das erste Mal in die Kamera grinst, da steckt doch tatsächlich Tom Cruise im samtenen Austin Powers-Anzug! Und die gute Heulsuse Gwyneth Paltrow steckt in einem engen Ledersuite. Woas? Was'n los? Das wird nicht verraten ... ;-)

Fazit: Wenn man durchgeknallten Humor, eine schräge Story und das alles auf hohem Low-Level mag, dann kann man sich den Film anschauen. Ich würde ihn dennoch nicht jedem bedenkenlos empfehlen ... Sorry, Meister Pite! *g*

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