Filmplakat Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt
8/10

„Jetz' jehn wa alle druff!“ (Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt, 2001)


Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Besprechung

Der Bücherwurm und Experte für olle Sprachen, Milo Thatch, hat einst von seinem Opapa die Geschichte vom untergegangenen Atlantis eingetrichtet bekommen. Milo glaubt Beweise für die Stelle gefunden zu haben, wo das sagenumwobene Atlantis liegen soll. Aber im Museum glaubt ihm niemand. Bis ein alter Freund seines Opas ihm die Reise zu dem versunkenen Atlantis finanziert.

Die Crew des mächtigen U-Boots ist bunt zusammengewürfelt. Der stiernackige Kapitän, seine rassige und verwegene Assistentin, “Buttler”, ein Franzose mit dem fanatischen Wunsch, wie ein Irrer zu butteln. Dann noch der italienische Sprengmeister, der eigentlich ein Blumengeschäft führt, die kleine Mexikanerin (o.ä.), die eine Meistermechanikerin ist, der durchtrainierte Arzt und schließlich als absolute Skurillität die alte Dame, die irgendwo im Schiff hockt und die Durchsagen macht. An originellen Charakteren fehlt es in Atlantis nicht!

Die Reise beginnt und Atlantis wird auch schnell gefunden. Allerdings gehen vorher noch knapp 200 Leute druff. Und das ist eine Neuigkeit bei Walt Disney. Der Tod. — In Atlantis angekommen, muss die seltsame Truppe feststellen, dass Atlantis nicht ausgestorben ist. Hier leben immer noch Atlanter, Atlanteaner, Atlan … — Einwohner von Atlantis eben.

Milo bekommt die große Rolle seines Lebens. Er fungiert zunächst als Übersetzer für die Truppe, dann als Einziger des Atlantisch in Schrift Mächtigen. (Kann man das so schreiben? — Also, er ist der Einzige, der die Schrift der Atlan … — ihr wisst schon — lesen kann.)

Es stellt sich heraus, dass die Truppe nur wegen eines Beweggrundes den Abstieg nach Atlantis gewagt hat. Na? Was dürfte das wohl sein? Schaut euch den Film an, dann wisst ihr es.

Meinung von

Ich war echt angenehm überrascht. Minuspunkte gibt es für die miesen Figuren. Alles zu kantig für meinen Geschmack. Was sollen denn bitte schön die eckigen Fingerkuppen mit den Dreiecken als Fingernägel? Bullshit.

Aber während des Films, als mir die schlechten Zeichnungen der Figuren auffielen, bemerkte ich, dass die Hintergründe typisch Disney sind: Liebevoll und detailgenau gezeichnet. Schön! Pluspunkte.

Weitere Pluspunkte: Der Film hat eine coole Story, keinen Gesang (!) *puhh*, Action und ich fand die Kultur der Einwohner von Atlantis sehr schön ausgefeilt. Erinnerte zwar arg an die Inkas, aber dennoch klasse.

Ja, der Film hat auch so manche computeranimierte Szene. Größtes und wohl auch aufwändigstes (boah, sieht das scheiße aus — ist aber neue Rechtschreibung ...) Beispiel ist die Kampf-/ Verfolgungsszene in den Tiefen der See mit dem Leviatan. Habe ich irgendwo gehört, dass die Sequenz ein halbes Jahr in der Produktion benötigt hat? Wie dem auch sei: Die Computeranimationen fallen nicht so böse auf. Sie stören das Gesamtbild des Zeichentrickfilms nicht wirklich.

Ich kann den Film gut empfehlen. Ich würde zwar nicht mit meiner fünfjährigen Nichte reingehen; aber ich denke, der Disney Film ist "erwachsener" geworden. Ich glaube bei den Amis kam das nicht so gut an. Hier dann wohl auch nicht. Nachmacher ...

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