Filmplakat American Beauty
10/10

„Verkaufen wir doch alle unsere Seele und arbeiten für den Teufel, weil's bequemer ist!“ (American Beauty, 1999)


American Beauty

Besprechung

Der Film wird erzählt von der Lester Burnham (Kevin Spacey). Erste Verwirrung: Der Erzähler ist schon tot. Das erfährt man gleich zum Anfang.

Lester hat einen ihn nicht befriedigenden Job, eine auf Karriere versessene Frau (Annette Bening), mit der schon lange nichts mehr “läuft” und eine schräge Tochter (Thora Birch), zu der er auch keine Beziehung hat. Alles in allem ein Scheiß-Leben. Das geht auch so weiter bis … — Ja, bis im Nebenhaus eine neue Familie einzieht. Im Gepäck ist der Sohn, Ricky Fitts (Wes Bentley), der ständig mit seiner Videokamera rumläuft und alles filmt. Das “normale”, spießige amerikanische Leben in seiner Umgebung.

Auf einer Party lernt Lester Ricky kennen und für Lester verändert sich die Welt. O.K. das liegt nicht nur an den Drogen. Lester krempelt sein Leben um, verknallt sich in die oberflächliche Freundin seiner Tochter und das Chaos ist entfacht.

Lesters Frau Carolyn macht derweil mit dem Immobilien-King rum. Die Tochter und Ricky kommen zusammen und Lester führt ein völlig entspanntes und “gutes” Leben. Bis … — Aber das darf man nicht verraten.

Meinung von

Spitzenklasse! Nur gute Schauspieler. Allen voran Kevin Spacey und Wes Bentley, den ich zuvor wirklich noch nie gesehen habe. Der Film zeigt das abgefuckte Vorstadtleben in Amerika. Aber ich denke einmal, solche Verhältnisse finden wir auch in anderen Ländern. Oder?

Hier sehen wir, dass man sein Leben in die eigenen Hände nehmen, es ändern und dabei saumäßig zufrieden sein kann. Raus aus dem Trott! Rein ins Leben.

Normalerweise hasse ich ja die Handkamera. Deshalb an dieser Stelle: "Dogma 95" sucks! Mann, will ich dieses "lebensechte" *würg* Gezappel der Kamera und die Unschärfen sowie den schlechten Ton haben? Nee! — Aber in diesem Fall sieht's so aus: Ricky filmt ständig mit seiner Kamera. Somit haben wir auch die Möglichkeit, einige Dinge so zu sehen, wie er sie (durch den Sucher seiner Kamera) sieht. Hier "passt" die Handkamera!

Die beiden beeindruckendsten Szenen waren für mich natürlich die Tütenszene und ziemlich zum Schluss die Szene, als die Freundin Lester fragt, wie er sich fühle. Seine Antwort: Gut! Gut geht es mir. Dazu dieses Lächeln im Gesicht. Klasse. Kevin Spacey nicht umsonst einen Oscar für seine Darstellung bekommen. — Unbedingt anschauen!

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