Filmplakat Ab durch die Hecke
9/10

„Fettarme Kekse - da kann man auch Dreck essen!“ (Ab durch die Hecke, 2006)


Ab durch die Hecke

Besprechung

Der Wachbär Richie hat Hunger. In seiner Verzweiflung geht er zum ortsansässigen Bären, der gerade Winterschlaf hält, und klaut ihm alle Vorräte. Dumme Idee! Bär wacht auf, Vorräte gehen flöten und nun will der Bär binnen eines Monats alles, was dank Richie futsch ist, wieder haben! Sonst ist der Kopf ab.

In einem kleinen Wald in der Nähe wacht eine muntere kleine Runde in einem hohlen Baumstamm auf. Da ist die Schildkröte Verne, das Opussum Ozzie samt Tochter, das Stinktier Stella, das hypernervöse Eichhörnchen Hammy sowie einer fünfköpfigen Stachelschwein- (oder Igel-?) Familie. Verne, der den Trupp anleitet, treibt alle an, Vorräte für den nächsten Winter zu sammeln. Beim Suchen stößen sie auf eine riesige Hecke. Die war aber vor dem Winterschlaf noch nicht da!? Dahinter beginnt nun die Vorstadt – mit all ihren Leckereien und spießigen Bewohnern.

Richie sieht seine Chance. Er spannt die Truppe ein, ihm beim Suchen der Vorräte für den Bären zu helfen – ohne, dass sie es wissen. Verne steht dem forschen Waschbären sehr skeptisch gegenüber.

Meinung von

Sehr schöne Unterhaltung. Kein Must-have-seen-Film, aber durchaus sehenswert. Klar, im Endeffekt ist es ein Kinderfilm. Sie reiten ein wenig sehr auf dem Gedanken "Eine Familie muss zusammen halten" herum, aber wenn man das nicht beachtet, hat man einen schönen Animationsfilm vorliegen. Die Dialoge sind teils zum Schreien komisch und die Szene mit Hammy und dem Energy-Drink lässt selbst Matrix blass aussehen. Großartig!

Auf die Menschen kommt es bei dem Film nicht an, das sieht man ihnen an, da sie echt mies modeliert sind. Sehr lieblos ist z.B. die Hausmarklerin gemacht. Schade.

Gerade bei Animationsfilmen sind die Synchronstimmen sehr wichtig. Disney gibt sich bei seinen Filmen immer sehr viel Mühe, sucht lange, bevor in einem Land die richtigen Synchronstimmen gefunden sind. Das scheint bei Dreamworks nicht der Fall zu sein. Gut, die deutschen Stimmen sind nicht unbedingt schlecht, aber irgendwie fehlte mir etwas. Im Original spricht z.B. William Shatner den Ozzie - sehr cool! Wenn Mr. Shatner sein “Rosebud” aushaucht, dann ist das königlich! (Übrigens ein Witz, den mal wieder nicht alle im Kino verstanden haben ... *seufz*) Und wieso in der deutschen Fassung der Waschbär R.J. auf einmal Richie heißen muss - das bleibt mir ein absolutes Rätsel!?

Und wieder ein Film, der auf einen Comic aufbaut ... Wo bleiben die eigenen Ideen?

Ach ja, der Film hat eigentlich nur acht Moviejunkie-Punkte verdient, einen Extra-Moviejunkie-Punkt gibt es dafür, dass die Filmmusik von meinem Lieblingssänger Ben Folds ist. Let's rock the suburbs!

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